Lignum Thurgau bekommt einen vollamtlichen Geschäftsführer

Die Mitgliederversammlung der Lignum Thurgau hat Mitte Monat einstimmig den 41-jährigen Frauenfelder Simon Biegger zum neuen Geschäftsführer im Vollamt gewählt. Der gelernte Schreiner hat sich zum Betriebswirtschafter HF weitergebildet und ist beruflich über den Holzelementbau in das Produkt- und Projektmanagement hineingewachsen. Er tritt sein Amt im Mai an.

Simon Biegger
Bild Lignum Thurgau

 

 

Simon Biegger wird sein Pensum bis zum Herbst 2018 langsam von anfänglich 60% auf 100% hochfahren. Er wird von seinem Vorgänger Rolf Auer eingeführt. Dass Lignum Thurgau sich erstmals einen vollamtlichen Geschäftsführer leisten und so eine Neuausrichtung der Organisation vorantreiben kann, ist dem interkantonalen NRP-Projekt ‹Innovationszelle Wald und Holz› zu verdanken. Von diesem profitiert die ganze Thurgauer Holzwirtschaft.

 

Dass man mit einem rund vierfach höheren Budget als wie bis anhin rechnen könne, bringe, so Rolf Auer, ‹ganz neue Möglichkeiten für die Branchenentwicklung› mit sich. Zwei Drittel des Budgets übernimmt die öffentliche Hand, der Rest muss selbst gestemmt werden. Allerdings versiegt der üppige Geldfluss Ende 2022. ‹Dann erhalten wir nur noch rund 15% der Gelder, und dies nur für konkrete Projekte›, verdeutlichte Auer. Deshalb müsse man die Zeit nun gezielt nutzen, um in vier Jahren selbst nachhaltig am Markt auftreten und wirtschaften zu können.

 

Kein reiner Bürojob

 

Rolf Auer sieht als konkrete Handlungsfelder ‹intensive Bauherrenberatung und Interventionen›. Zugleich möchte Lignum Thurgau den Branchenverbänden dabei helfen, verbandsinterne Projekte aufzugleisen, wenn sie irgendwie anstossen sollten. Auf Biegger wartet mitnichten ein reiner Bürojob. ‹Der Geschäftsführer wird viel bei den Bauherren und Unternehmen vor Ort sein, um Lösungen und Synergien für die Holzbranche aufzuzeigen und zu erarbeiten›, sagte Auer.

 

Die verstärkte Zusammenarbeit unter den einzelnen Branchenverbänden zeigt sich auch darin, dass Holzbau Thurgau und Lignum Thurgau in Zukunft ein gemeinsames Sekretariat in Weinfelden führen werden. ‹Diese räumliche Nähe dürfte dazu beitragen, dass die Verbände noch enger miteinander zusammenarbeiten können›, sagte Auer. Auch Paul Koch, Präsident von Lignum Thurgau, freut sich über den absehbaren Schub bei der Professionalisierung: ‹Das ist zum einen eine Chance für die Holzkette und zum anderen ein Benefit für unsere Mitglieder.›

 


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