Hochbau geht im ersten Quartal kaum vom Gas

Im ersten Quartal 2018 sinkt der Bauindex Schweiz um 3 auf 142 Punkte. Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit 1,8% unter dem Niveau des Vorquartals. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Tiefbau zurückzuführen, während der Hochbauindex nahe am Rekordniveau des Vorquartals bleibt.

Hochbauindex im 1. Quartal 2018
1.Q 1996 = 100, saisonbereinigt, nominal, Punkte = Trenderwartung
Grafik Credit Suisse/SBV

 

 

Der Hochbauindex sinkt im Vergleich zum rekordhohen Stand des Vorquartals nur gerade um 0,8%. Ausschlaggebend sind dabei der Wirtschaftsbau (–1,1%) und der öffentliche Hochbau (–1,8%). Derweil spricht vieles dafür, dass 2018 ein weiteres erfolgreiches Jahr für den Hochbau wird. Die saisonbereinigten Auftragsbestände übertreffen sowohl im Wohnungs- (+12%) als auch im Wirtschaftsbau (+18%) und im öffentlichen Hochbau (+33%) deutlich das Mittel der vergangenen zehn Jahre.

 

Für weiteres Wachstum werden jedoch vermutlich die Impulse fehlen. Vorab beim Wohnungsbau sind erste Anzeichen auszumachen, dass Investoren in den nächsten Quartalen etwas zurückhaltender als zuletzt aufs Gaspedal treten dürften – jedoch wohl noch ohne zu bremsen. Die Auftragseingänge waren in den letzten Quartalen auf hohem Ausgangsniveau leicht rückläufig. Im vierten Quartal 2017 wurden 8,7% weniger Wohnungen baubewilligt als  im Vorjahresquartal.

 

Die wiedererstarkende Schweizer Konjunktur stützt die Nachfrageseite auf dem Immobilienmarkt vorübergehend. Jedoch wurde insbesondere im Mietwohnungs-, teilweise aber auch im Wirtschaftsbau in den letzten Jahren deutlich über die Nachfrage der Mieter hinaus gebaut, und Korrekturen in diesen Segmenten sind letztlich eine Frage der Zeit.

 


Link Bauindex im 1. Quartal 2018 (PDF, 1.49 MB)