Freiburger Polizei bezieht Neubau aus 100% regionalem Holz

Ende November letzten Jahres hat die Freiburger Kantonspolizei ihren fünfgeschossigen Neubau in Granges-Paccot eingeweiht. Es handelt sich um das grösste Verwaltungsgebäude im Kanton mit einem Tragwerk aus Holz. Und nicht nur das: Die benötigten 2500 Kubikmeter Baumaterial kamen samt und sonders aus dem Freiburger Staatswald.

‹MAD3› in Granges-Paccot ist bezogen
Bilder Mélanie Rouiller, Vuadens (innen) | Kantonspolizei Freiburg (Luftaufnahme)

 

 

Indem die bisher auf acht Standorte verteilten Einheiten, darunter die Kommandodienste der Polizei und der Gendarmerie, die zentralen Dienste und die Freiburger Polizeischule des Interregionalen Polizei-Ausbildungszentrums unter einem Dach vereint werden, ermöglicht das Gebäude eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Diensten – nicht nur bei der Bewältigung der üblichen Aufgaben der Polizei, sondern auch bei der laufenden Anpassung an das sich entwickelnde sicherheitspolitische Umfeld.

 

Das Gebäude, das vom Architekturbüro Deillon Delley Architectes SA in Bulle mit dem Ingenieurbüro Chabloz & Partenaires entworfen wurde, weist ein Volumen von 30000 m3 auf und bietet etwa 7500 m2 Fläche auf fünf Etagen. Es ist das grösste Verwaltungsgebäude des Kantons mit einem Tragwerk aus Holz, das ausserdem gänzlich aus Wäldern in Staatsbesitz stammt. Der Neubau entspricht damit den Richtlinien des Staatsrats. Sie halten fest, dass Holz für kantonale Bauten zu bevorzugen ist, wobei ausschliesslich Holz, das zu 100% aus rechtmässigen und nachhaltigen Quellen stammt und zertifiziert ist, genutzt werden soll.

 

Das Projekt und sein Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 42,5 Mio. waren 2013 vom Grossen Rat einstimmig befürwortet und anschliessend von der Freiburger Bevölkerung am 9. Februar 2014 in einer Volksabstimmung mit über 60% deutlich angenommen worden. Der gewährte Kredit konnte genau eingehalten werden. ‹Dieses Projekt ist der Beweis dafür, dass es möglich ist, Effizienz, Nachhaltigkeit und einen architektonisch gelungenen Bau miteinander zu vereinen›, betonte der Freiburger Staatsrat und Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektor Jean-François Steiert bei der Einweihung am 30. November letzten Jahres. Ein zweisprachiges Buch unter dem Titel ‹MAD3› – so nennen die im Bau tätigen Beamten selber den Neubau am Chemin de la Madeleine 3 – stellt den Werdegang des Projekts dar. Die Publikation ist bei Lignum erhältlich.

 


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