Zuger Wald entwickelt sich positiv

Der Zuger Wald hat sich in den letzten zwanzig Jahren mehrheitlich gut entwickelt. Dies geht aus dem kantonalen Nachhaltigkeitsbericht ‹Wald› des Amtes für Wald und Wild hervor.

Bild Amt für Wald und Wild des Kantons Zug

 

 

Der Bericht beleuchtet den Zustand des Zuger Waldes unter den Aspekten Waldressourcen, Holznutzung, Schutzwälder, biologische Vielfalt sowie Gesundheit und Vitalität. Grundlage der Beurteilung ist der kantonale Waldentwicklungsplan, in dem Nachhaltigkeitsziele stehen, die von der Zuger Regierung 2012 verabschiedet wurden. Sie lassen Aussagen darüber zu, inwieweit der Zuger Wald seine Funktionen sowohl als Rohstofflieferant als auch als Ökosystem erfüllt.

 

‹Insgesamt ist der Zuger Wald in einem zufriedenstellenden Zustand und hat sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt›, bilanziert Albin Schmidhauser, Leiter des Zuger Amtes für Wald und Wild. ‹Die grössten Herausforderungen stellen die Auswirkungen des Klimawandels, die Zunahme von invasiven Pflanzen und Tieren sowie die voraussichtlich weiterhin tiefen Holzpreise dar.›

 

Schwergewichtig regionale Holzvermarktung

 

Der ganze Zuger Wald wird multifunktional bewirtschaftet. 63% des Zuger Waldes erfüllen eine besondere Schutzfunktion gegen Naturgefahren, Naturschutz- oder Erholungsfunktion. Auf den restlichen 37% stocken Wälder ohne besondere Waldfunktionen. Seit 1995 hat sich die totale Waldfläche kaum verändert. Rodungen wurden flächentreu ersetzt; neue Waldflächen sind kaum dazugekommen. Das Ziel einer konstanten Waldfläche ist somit erreicht.

 

Im Zuger Wald werden durchschnittlich 9,8 m3 Holz pro Hektare genutzt. Seit rund zehn Jahren macht die Laubholznutzung einen Drittel der Gesamtnutzung aus. 97% des Holzes aus dem Zuger Wald werden in der Region und in den angrenzenden Kantonen verarbeitet. Direkt ins Ausland gehen nur 3%. Es ist davon auszugehen, dass auch in naher Zukunft Zuger Holz zu grössten Teilen regional vermarktet werden kann.

 

Die nächste Beurteilung des Zuger Waldes ist im Rahmen der Überarbeitung und Zielüberprüfung des kantonalen Waldentwicklungsplan im Jahr 2027 vorgesehen.

 


Link www.zg.ch