Wie verschaffen sich Wald und Holz besser Gehör?

Das Freiburger Winterkolloquium 2018 greift das  Thema Kommunikation in und mit der Gesellschaft auf und fragt: Wie kampagnenfähig sind eigentlich Forst- und Holzwirtschaft? Anmelden kann man sich online bis zum 10. Januar.

Inhaltlicher Ausgangspunkt ist das in der deutschen Forst- und Holzwirtschaft häufig geäusserte Gefühl, für die Erbringung vielfältiger gesellschaftlicher und ökologischer Leistungen in der  Öffentlichkeit nicht ausreichend gewürdigt zu werden. Immer wieder wird beklagt, dass es dem Sektor nicht gelinge, mit den entsprechenden Botschaften in der Öffentlichkeit richtig durchzudringen. Die öffentliche strategische Kommunikation anderer Akteursgruppen wird dagegen als erfolgreicher und müheloser wahrgenommen.

 

Was machen diese anderen Akteursgruppen anders? Verschaffen sie sich durch geschickteres Vorgehen einen Vorteil, oder liegt ein Hemmnis für Wald und Holz in den spezifischen Themen der Forst- und Holzwirtschaft und der Schwierigkeit einer gemeinsamen Kommunikation? Wie sieht gelingende strategische Kommunikation überhaupt aus, und was sind die Voraussetzungen dafür? Wie ist es einzuordnen, dass ein Buch wochenlang die Bestsellerlisten anführt, während gleichzeitig 4500 Personen aus forst- und holzwirtschaftlichen Fachkreisen eine öffentliche Petition dagegen unterzeichnen? Braucht es ‹alternative Fakten› für eine erfolgreiche Kommunikation mit der Öffentlichkeit? Oder geht es gar nicht primär um Kommunikation, sondern um Aufmerksamkeit?

 

Das Freiburger Winterkolloquium Forst und Holz 2018 versucht, diese und weitere mit dem Komplex zusammenhängende Fragen anhand der Beiträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis zu beleuchten, um neue Einsichten zu ermöglichen, informierte Diskussionen zu stimulieren und Ansatzpunkte für ein konstruktives Handeln aller betroffenen Akteure zu befördern. Veranstalter sind die Professuren für forstliche Verfahrenstechnik, forstliche Biomaterialien, Forstökonomie und Forstplanung, Forst- und Umweltpolitik sowie Environmental Governance. Input geben im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter anderem auch Lignum-Direktor Christoph Starck sowie Georg Binder, Geschäftsführer der proHolz Austria.

 


Link www.winterkolloquium.uni-freiburg.de