Bundesrat heisst Bericht zu stärkerer Holznutzung gut

Im Schweizer Wald wird sehr viel weniger Holz geerntet als nachwächst. Der einheimische, erneuerbare und klimafreundliche Rohstoff Holz wird damit nicht optimal genutzt. Der Bundesrat hat heute den Bericht ‹Optimierung der Waldnutzung› gutgeheissen. Er zeigt, mit welchen Massnahmen mehr Holz genutzt werden kann.


Die Nutzung und Verwendung von Schweizer Holz hat viele Vorteile: Holz ist regional verfügbar, schont das Klima und schafft Arbeitsplätze. Mit dem Ernten von Bäumen wird Platz geschaffen; die verbleibenden Bäume erhalten mehr Licht und werden so kräftiger und stabiler. Zudem siedeln sich vermehrt wärmeliebende, seltener vorkommende Tier- und Pflanzenarten an.

 

Trotzdem werden nur rund 70% des jährlich im Schweizer Wald nachwachsenden Holzes genutzt. Der Bundesrat hat deshalb 2011 die Waldpolitik 2020 genehmigt, die vorsieht, dass das im Schweizer Wald in Fülle nachwachsende Holz im Rahmen der Nachhaltigkeit verstärkt genutzt werden soll. Davon ausgenommen sind die zum Zweck der Biodiversitätsförderung ausgeschiedenen Naturwaldreservate sowie die Alt- und Totholzflächen.

 

Heute hat der Bundesrat den Bericht ‹Optimierung der Waldnutzung› gutgeheissen, der auf ein Postulat von Nationalrat Beat Jans (SP/BS) zurückgeht. Der Bericht zeigt, mit welchen Massnahmen die Nutzung der nachhaltig verfügbaren Holzmengen erreicht werden kann. Die im Bericht dargelegten Massnahmen sind ohne gesetzliche Änderungen umsetzbar. Die waldrechtlichen Anpassungen hat das Parlament bereits 2016 beschlossen. Sie sind seit dem 1. Januar 2017 in Kraft.

 


Link Bericht ‹Optimierung der Waldnutzung› (PDF, 421 KB)