Neue Minergie-Baustandards gut gestartet

Minergie Schweiz hat per Januar 2017 seine drei Baustandards Minergie, Minergie-P und Minergie-A grundlegend überarbeitet. Nach vier Monaten zieht Minergie bereits eine erste positive Bilanz.

Am 13. März wurde mit dem Projekt LU-1872 das erste Gebäude nach den neuen Minergie-Baustandards 2017 erfolgreich provisorisch zertifiziert, wie Minergie mitteilt. Das Einfamilienhaus im Kanton Luzern verfügt über eine Erdsonden-Wärmepumpe, eine 7 kWp PV-Anlage und unterschreitet die ambitiöse Minergie-Kennzahl deutlich.

 

Das beschriebene Gebäude sei aber längst nicht das einzige, so Minergie weiter. Per April 2017 seien bereits über 75 Projekte eingereicht worden (48 Minergie/-Eco, 15 Minergie-P/-Eco, 12 Minergie-A/-Eco) und acht davon provisorisch zertifiziert (LU-1872, SZ-978, GR-141-P, SG-055-A, BE-3001, NE-050-P, FR-132-P, FR-133-P). Die positive Entwicklung zeige, dass die neuen Baustandards gut aufgenommen würden und erfolgreich angewendet werden könnten.

 

Eingabefrist nach alten Minergie-Baustandards läuft Ende Juni 2017 ab

 

Minergie-Anträge können noch bis 30. Juni nach den bis Ende 2016 geltenden Reglementen ohne Begründung eingereicht werden, mit Begründung bis zum 31. Dezember 2017. Dazu muss der zuständigen Minergie-Zertifizierungsstelle bis zum 30. Juni bestätigt werden, dass mit der Planung vor dem 1. Januar 2017 begonnen wurde.

 

Ab dem 1. Januar 2018 können Projekte nur noch nach dem neuen Minergie-Reglement (Stand 2017) eingereicht werden. Härte- und Ausnahmefälle werden von der zuständigen Zertifizierungsstelle an die Minergie-Geschäftsstelle zur Beurteilung weitergeleitet.

 


Link www.minergie.ch