
- Der Wald bietet in der Umgebung der Städte einen willkommenen Erholungsraum. Er schützt aber auch die Bevölkerung im Gebirge vor Lawinen und Steinschlag. Zugleich wächst im Wald der einheimische Rohstoff Holz im Überfluss. Bild Michael Meuter, Zürich.
Unser Wald – Nutzen für alle
Wald bedeckt über 30% der Schweizer Landesfläche, im Jura und im Tessin sind es 40% oder mehr. Wald schützt, er bietet Erholung und Holz. Die Schweizer Waldwirtschaft erhält dieses kostbare Gut dauerhaft.
Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum: Er beherbergt sehr viele Tiere und Pflanzen. Der Zustand des Waldes als Ökosystem ist insgesamt gut, seine Erhaltung demnach weiterhin gewährleistet. Das belegt der Waldbericht 2005. Die Wälder gehören zu den natürlichsten Ökosystemen unseres Landes: Fast 60% aller Bestände sind naturnah aufgebaut, nur 10% sehr naturfern. Doch auch im Wald gibt es ökologische Defizite. Beispielsweise macht die Verdunkelung infolge aus bleibender Durchforstung vielen licht- und wärmeliebenden Pflanzen zu schaffen.
Der Wald gibt uns viel: Die Bäume nehmen mit ihren Blättern oder Nadeln riesige Mengen an Kohlendioxid auf und geben den für Lebewesen wichtigen Sauerstoff ab. Der Wald stellt unsere Trinkwasserversorgung sicher. Die mosaikartige Verteilung des Waldes prägt unsere Kulturlandschaft.
Schutz und Erholung
Der Wald ist aber auch Erholungs- und Erlebnisraum: Im Wald kann sich der Mensch entspannen, Sport treiben und die Beziehung zur Natur pflegen. Wald schützt: Ein gesunder Wald hält die Schneedecke fest und verhindert das Anreissen von Lawinen. Bäume halten stürzende Felsbrocken auf und wirken so als Schutzschild gegen Steinschlag.
Das Wurzelwerk der Pflanzen hält die Erde zusammen und verhindert so Bodenerosion und Rutschungen. Bäume dienen als Windschutzstreifen. Der Waldboden und die Vegetation wirken wie ein Schwamm. Hochwassergefahren und -spitzen werden damit gedämpft.
Nachhaltiger Rohstoff Holz
Nicht zuletzt ist die ‹Solarfabrik Wald› aber auch der Ort, wo die Natur ein Material produziert, das es in sich hat: Holz. Holz ist ein wichtiger erneuerbarer Rohstoff und Energieträger. Er sichert in der Schweiz rund 80000 Arbeitsplätze.
Jedes Jahr wachsen im Schweizer Wald gegen zehn Millionen Kubikmeter Holz dazu. Das heisst: Pro Sekunde wächst ein Würfel mit fast 70 cm Kantenlänge nach. Die Holznutzung erreicht im langjährigen Mittel jedoch nur etwa 5 Mio. Kubikmeter. Eine zunehmende Holznutzung gefährdet den Wald deshalb nicht. Holz aus der Schweiz ist zudem nachhaltig. Mehr als die halbe Waldfläche unseres Landes trägt ein Ökozertifikat. Aus der zertifizierten Fläche stammen etwa 70% des genutzten Holzes.
Wald und Holz in Zahlen
Wie gross ist heute die Waldfläche in der Schweiz? Wie verteilt sie sich auf die Kantone, wo liegen die grössten Naturwaldreservate, und wem gehört am meisten Wald? Welche Bäume sind bei uns am häufigsten anzutreffen? Wieviel Holz wird in der Schweiz für welche Zwecke verbraucht? Importiert die Schweiz noch Tropenholz? Wie viele Arbeitsplätze bietet die Wald- und Holzwirtschaft? Das Faltblatt des Bundesamtes für Umwelt BAFU ‹Wald und Holz in der Schweiz› gibt in griffiger Form Auskunft. Sie finden es untenstehend als PDF.
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