Bauen mit Holz

 

 

Holz ist ein phantastischer Baustoff. Kein Wunder, nutzen die besten Architekten unserer Zeit das Know-how, das die Zimmerleute über Jahrhunderte entwickelt haben.

 

Holz ist heute unbestreitbar derjenige Baustoff, der am meisten architektonische Kreativität anzieht. Schön zu wissen, dass dabei die schöne Oberfläche nicht trügt. Denn im richtig konstruierten und gepflegten Holzhaus lebt man erwiesenermassen gesund. Mit Holz als Baumaterial beginnt ein Haus zu atmen.

 

Behaglichkeit inbegriffen

 

Das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Weil der organische Stoff Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben kann, herrscht im Innern eines Holzhauses ein behagliches Wohnklima – und zwar von Anfang an, weil Holz trocken verbaut wird. Das gibt der Feuchtigkeit im Hausinnern nach dem Einzug keine Chance. Heute ist es möglich, Holzwände ohne Dampfbremse zu konstruieren, die luftdicht und zugleich diffusionsoffen sind. Die gute Dämmung eines zeitgemäss gebauten Holzhauses ihrerseits sorgt auf der Innenseite für behagliche Temperaturen – sommers wie winters.

 

Das Wohlbefinden im Holzhaus ist von Dauer – auch ohne Chemie. Trockenes Holz zu verbauen ist der beste vorbeugende Holzschutz. Der Sachverstand der Zimmerleute gewährleistet mit der Wahl der richtigen Holzart und erprobten konstruktiven Lösungen, dass im Aussenbereich nur unter extremen Bedingungen auf schützende Chemikalien zurückgegriffen muss, die für die Bewohner eine Belastung darstellen könnten. Im Innenbereich, wo geheizt wird und die Holzfeuchte etwa 10% nie übersteigt, ist keinerlei vorbeugende Behandlung notwendig.

 

Holz nutzen heisst Verantwortung tragen

 

Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, erweist aber nicht nur seiner eigenen Gesundheit einen Dienst, sondern nimmt auch Verantwortung für die Umwelt wahr. Denn Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, und die Ressource Wald wird in der Schweiz nachhaltig bewirtschaftet.

 

Wald bedeckt bei uns fast ein Drittel des Landes. Jedes Jahr wachsen darin fast zehn Millionen Kubikmeter Holz nach – das ist in jeder Sekunde ein Würfel von beinahe siebzig Zentimetern Kantenlänge! Demgegenüber werden im selben Zeitraum im langjährigen Mittel nur etwa fünf Millionen Kubikmeter geerntet – es wächst also regelmässig viel mehr Holz nach, als wir verbrauchen.

 

Die holzwirtschaftliche Nutzung, für die ein beachtliches Potential noch gar nicht ausgeschöpft ist, verjüngt und stärkt den Wald, indem sie den gesündesten und kräftigsten Bäumen den Boden bereitet und dem Jungwuchs Raum und Licht verschafft. Sie erhält den Forst so für künftige Generationen.

 

Das Beste für Mensch und Umwelt

 

Holz ist in seinem ganzen Lebenszyklus als Baustoff ein ökologisch rundum gesundes Material. Denn es wird lokal gewonnen und im besten Fall unfern von seinem Herkunftsort verbaut – ein effizienter Holzmarkt vermeidet lange und damit umweltbelastende Transporte.

 

Wird Holz zweckmässig verarbeitet, so ist auch seine spätere Entsorgung problemlos. Unbehandeltes Altholz ist kein Abfall; es lässt sich als kohlendioxidneutrale Energiequelle nutzen. Eigentlich ist Holz allerdings viel zu schade zum Verheizen. Viele Bauteile eines alten Holzhauses lassen sich nämlich wiederverwenden, denn die ausgezeichneten Materialeigenschaften von Holz verändern sich durch die Nutzung nicht. Andere Teile werden aufbereitet und kommen für neue Zwecke wieder auf den Bau. So oder so: Was von der Holznutzung übrigbleibt, geht zurück in den Kreislauf der Natur.

 

Die Broschüre ‹Holzhäuser – 10 Fragen, 10 Antworten› geht auf die ersten Fragen ein, die man vor dem Bauen mit Holz geklärt haben möchte: Ist Holz ein Baustoff mit Zukunft? Sind Holzhäuser wirklich solide und zuverlässig? Werden unsere Kinder unser Haus übernehmen können? Wie steht es mit dem Unterhalt von Holzhäusern? Sind sie sicher, sind sie komfortabel, sind sie günstiger? Und: Gefährden wir nicht unsere Wälder, wenn wir Holz brauchen? Die Publikation steht hier zum Download als PDF bereit.