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25. 10. 2012 00:00 Alter: 208 Tag(e)

Drei Bieler Forscher gewinnen Gold für Materialentwicklung

Charles Job, Frédéric Pichelin und Andreas Rosenkranz von der Berner Fachhhochschule haben günstige Bauplatten aus Agrar-Reststoffen entwickelt. Dafür erhielten sie am Dienstag in München beim ‹Materialica Design + Technology Award 2012› in der Kategorie Material einen der Gold-Awards in der Kategorie ‹Material›.

 

Freude herrscht

 

Das mit Gold ausgezeichnete Team: (v.l.n.r.) Charles Job, Professor an der BFH-AHB, dipl. Architekt RIBA, Andreas Rosenkranz, Projektleiter und wissenschaftlicher Assistent an der BFH, und Frédéric Pichelin, Dr. rer. nat., Leiter Einheit Werkstoffe und Holztechnologie BFH, bei der Preisübergabe in München.

 

Bild BFH-AHB

 


Die drei Forscher arbeiten seit 2010 an der Entwicklung von Bauplatten aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Erdnussschalen, Maiskolben und Reishülsen. Auch den Zusammenhalt der Bauplatten sichern natürliche Rohstoffe: Pichelin, Job und Rosenkranz verwenden dafür Tannin, einen aus der Baumrinde gewonnenen, natürlichen Klebstoff.

 

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit den Architekturabteilungen der Ahmadu Bello University in Zaria und der University of Nigeria in Enugu aufgebaut. Die Platten aus Reststoffen des landwirtschaftlichen Anbaus sollen künftig als umweltverträgliche und kostengünstige Alternative zu Zementblöcken im Bau verwendet werden. Das neue Baumaterial soll die Konstruktion von günstigen Sozialbauten ermöglichen und so die akute Wohnungsnot in urbanen Siedlungsräumen Nigerias lindern.

 

Auch in der Schweiz forscht die Berner Fachhochschule an Bauplatten aus einheimischen landwirtschaftlichen Reststoffen wie Maisstroh oder Weizenspreu. Als mittelfristiges Ziel ist die Pilotproduktion solcher Bauplatten in der Schweiz geplant.

 


Link www.materialica.de