Forschungsprojekt zu neuem Einsatz von Holzwolle aus Laubholz
Eine vom Eidgenössischen Fonds zur Förderung der Wald- und Holzforschung unterstützte Studie soll Klarheit darüber schaffen, ob sich naturbelassene Holzwolle aus Laubholz – wie in den USA seit mehr als 100 Jahren mit Erfolg praktiziert – auch in der Schweiz zur Lösung von anspruchsvollen Bodenschutz- und Meliorationsprojekten eignet.
Seit Jahren bestehen bei der Vermarktung von einheimischem Laubholz – insbesondere Buchenholz – Absatzprobleme. Bei dessen Verwertung konzentriert man sich in der Schweiz schwergewichtig auf die Nutzung zur Energiegewinnung sowie auf die Stärkung der Einsatzmöglichkeiten im Hochbau.
In den USA wird Holzwolle aus Laubholz seit den 1880er Jahren auch in den Bereichen ‹land improvement› und ‹erosion and sediment control› im grossen Stil eingesetzt, heute primär in Form von Vliesen oder Matten. In herstellerunabhängigen Labortests und Praxisversuchen mit alternativen Produkten aus pflanzlichen Fasern wie Stroh, Bambus oder Kokos erweist sich die Holzwolle in der Regel als Material der Wahl.
Das in den USA umfassend dokumentierte Know-how zur Nutzung von Holzwolle in diesem Bereich soll die Basis des nun gestarteten Schweizer Forschungsprojektes bilden. Erwartet werden daraus Erkenntnisse über die Eignung naturbelassener Holzwolle aus einheimischem Laubholz in Form von Matten für den Einsatz im Grundbau und im Sediment Control. An der Studie sind unter Federführung der Lindner Suisse GmbH in Wattwil das Landwirtschaftsamt des Kanton St. Gallen, ein Wattwiler Bauunternehmen sowie die Lignum – Holzkette St. Gallen beteiligt.
Link www.lindner.ch
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