Herbstseminar in Bern: Wege zur Energiewende
Anfang November öffnet die Hausbau- und Energiemesse in Bern ihre Tore. Das 18. Herbstseminar unterstützt am 8. November die Sensibilisierung, Informationsvermittlung und Darstellung von Lösungsansätzen auf dem Weg zur Energiewende. Mit Experten aus Politik, Forschung und Wirtschaft werden konkrete Massnahmen für dieses anspruchsvolle Vorhaben erörtert.
Für Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin des Kantons Bern, stellt der Weg zur Energiewende sowohl eine kantonale als auch nationale Herausforderung dar. Sie wird am Herbstseminar das Eröffnungsreferat halten. Schon seit Jahren strebt der Kanton in Energiefragen dieses Ziel an, so dass es heute gilt, diese Ausrichtung konsequent weiter zu verfolgen. Ruedi Noser, Zürcher Nationalrat und Inhaber der Noser-Gruppe Zürich, sieht in der Stromeffizienz eine Schlüsselgrösse für die Energiewende.
Nachhaltiges Bauen im Fokus
Forschung und Entwicklung für die Energiewende ist das Thema von Dr. Peter Richner, stellvertretender Direktor der Empa in Dübendorf. Dort wird an langfristigen Energie- und Materialfragen geforscht. Olivier Meile vom Bundesamt für Energie wird über die aktuelle Situation des Standards ‹Nachhaltiges Bauen Schweiz› berichten. Dass die Umsetzung der Energiewende auch wirtschaftliche Auswirkungen haben wird, betrachtet eingehend Prof. Dr. Lucas Bretschger vom Center of Economic Research an der ETH Zürich. Ein zentrales technologisches Problem der Energiewende beleuchtet Prof. Dr. Alexander Wokaun vom Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen: saisonale und dezentrale Energiespeicherung für die Integration der erneuerbaren Energien.
Einen wichtigen Realisierungsschritt stellt das Holzhaus der Zukunft dar. Es geht um das ökologische Bauen mit menschlichem Mass, worüber Markus Mosimann, Neue Holzforum AG in Bern, berichten wird. Für den gesamten Gebäudepark gilt es, bei der Energiewende beides zu beachten: Chancen und Hemmnisse. Konkrete Beispiele und Massnahmen dazu stellt Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser vor, Ordinarius für Bauphysik TUM und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Stuttgart.
Über Green Building spricht Bob Gysin, CEO der Bob Gysin + Partner BGP Architekten in Zürich. Erst wenn neue Gebäude und das Bauwerk Schweiz mit den Zielen der Nachhaltigkeit, Effizienz und Suffizienz betrachtet und diesen gemäss bearbeitet werden, ist die Energiewende in der Schweiz vollzogen.
Sonnenenergie als Wirtschaftsfaktor
Ein wichtiger Aspekt auf dem Weg der Energiewende ist die Sonnenenergie. Möglichkeiten, mit dieser Energiequelle zum Plusenergie-Gebäude im Neubau und bei Sanierungen zu gelangen, sind Gegenstand des Vortrags von Dr. Patrick Hofer-Noser. Er ist Präsident von Cleantech Switzerland und Leiter der erneuerbaren Energiesysteme bei der Meyer Burger Technology AG in Gwatt (Thun). Am Herbstseminar berichtet er über technische und wirtschaftliche Entwicklungen und deren Bedeutung für die Schweiz.
Die Elektro-Mobilität rollt an: Marktchancen und Potentiale sind vorhanden. Dr. Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie in Bern, zeigt die entsprechenden Anforderungen an Gebäude und Haustechnik auf.
Ein weiteres Thema der Elektrizität stellt der Einsatz von LED in Neubauten, Sanierung und Siedlungen dar. Prof. Dr. Benno Bucher vom Institut für Energietechnik (IET) an der Hochschule für Technik in Rapperswil, wird die Frage beantworten: Um wieviel kann der Stromverbrauch mit der LED-Technologie reduziert werden?
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