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Herkunftszeichen Schweizer Holz

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Dachausbau mit Holz

Dachausbau mit Holz
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24. 09. 2012 00:00 Alter: 236 Tag(e)

Druckfrisch: Holzbulletin ‹Verkaufsräume›

Von: Roland Brunner, Technische Kommunikation Lignum

Kunden gewinnen mit Holz: das ist das Thema des neuen Lignum-Holzbulletins, das Ende dieser Woche erscheint. Es präsentiert die Markthalle und die Läden ‹Im Viadukt› in Zürich, die Umnutzung des Markthallenkomplexes in Basel, das neue Einkaufszentrum ‹Marin Centre› in La Tène, den Hauptsitz des Gartengestalters Enea in Rapperswil-Jona sowie das Skoda-Zentrum in Bern.

Lignum-Holzbulletin 104/2012 – Verkaufsräume


24 Seiten A4, vierfarbig
Erscheint Ende September 2012

 

Lignum-Mitglieder erhalten das Holzbulletin viermal jährlich automatisch und kostenlos per Post. Die vierteljährliche Bautendokumentation der Lignum kann man unabhängig von einer Mitgliedschaft abonnieren. Holzbulletin-Hefte können auch einzeln bezogen werden.

 

Link Lieferbare Lignum-Holzbulletins

 


Holz ist heute ein anerkannter Baustoff. Das Material bietet sich zunächst aufgrund seiner konstruktiven Vorzüge an: Es erlaubt optimierte Konstruktionen und weist unbestreitbare Pluspunkte hinsichtlich Bauzeit und Baulogistik, Nachhaltigkeitsbewertung sowie Kostenmanagement auf.

 

Holz ist jedoch aufgrund der Vielfalt seiner Erscheinung auch ein starkes Gestaltungselement. Gerade in Verkaufsräumen kann diese Eigenschaft verkaufsfördernd und/oder identitätsbildend eingesetzt werden. Das vorliegende Holzbulletin spannt einen Bogen aktueller Beispiele zu beiden Aspekten auf.

 

Die neuen Strukturen der Markthalle und der Läden ‹Im Viadukt› in Zürich sind bewusst zurückhaltend ausgebildet. Sie inszenieren die bestehenden Bögen zweier Bahnviadukte aus dem Jahr 1894. Der Baustoff Holz leistet hier seinen Dienst als Konstruktionsmaterial und ermöglicht im Zusammenspiel mit Stahl einfache Bauteile, welche dem faszinierenden Raumgebilde dienen und die Realisation in einem engen Kostenrahmen ermöglichten.

 

Die Basler Markthalle wurde 1928/1929 als Kuppel mit eindrücklichen 60 m Durchmesser und 28 m Höhe erbaut. Mit der aktuellen Umnutzung werden radial um eine Freifläche unter der Kuppel Einbauten nach dem Haus-im-Haus-Prinzip angeordnet, in denen sich hochwertige Gastro- und Verkaufsflächen ansiedeln. Die äusseren Oberflächen der Einbauten sind in Kirschholzfurnier ausgeführt. Sie heben sich damit klar vom Bestand ab, dem Betonbauwerk. Sie wirken leichter, zeigen aber durch ihr klares Volumen, konstruiert in einer optimierten Stahl-Holz-Bauweise, und ihre eigenständige Form Präsenz.

 

Die Haupthalle stellt das Herz des neuen Einkaufzentrums ‹Marin Centre› nahe Neuenburgs dar. Das Dach über Haupthalle und Flanierzone ist mit unregelmässigen Öffnungen versehen, was je nach Tages- und Jahreszeit ganz unterschiedliche Lichtspiele entstehen lässt. Das Dachtragwerk von 180 m Länge und 24 m Breite besteht aus 38 vorgefertigten Rahmen in Holzbauweise, welche auf der Innenseite weiss gestrichen sind. Damit wird die Materialität zurückgenommen und die helle Wirkung mit dem Lichteintritt unterstützt. Die Holzbauweise mit vorfabrizierten Elementen drängte sich aufgrund der gesetzten Randbedingungen mit sehr kurz bemessener Bauzeit und engen Platzverhältnissen im Dachbereich auf.

 

Im neuen Enea-Hauptsitz in Rapperswil-Jona bildet der eingeschossige, leicht abgewinkelte Baukörper den Dreh- und Angelpunkt der Anlage, zu der auch ein Park mit Baummuseum gehört. Die Gestaltung des Neubaus geht auf materialneutrale Skizzen von Chad Oppenheim und Enzo Enea zurück. Erst in einem Auswahlverfahren bezüglich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis überzeugte die Holzbaulösung in sämtlichen Punkten. Der realisierte Holzbau zeigt sich in entsprechend grosser Selbstverständlichkeit.

 

Beim Skoda-Zentrum in Bern bildet die natürliche Holzoptik einen starken Kontrast zu den präsentierten High-End-Produkten. Sie verleiht dem Innenraum einen möbelartigen Charakter und setzt das Credo des Markenauftritts um. Ästhetik und Nachhaltigkeit liessen sich in einer ausdrucksstarken Konstruktion zusammenführen.