Unveränderte Preisempfehlungen am Schweizer Holzmarkt
Die Parteien am Schweizer Holzmarkt sprechen sich erneut für unveränderte Preisempfehlungen beim Nadelstammholz aus, obwohl die Nadelrundholzpreise real nachgegeben haben. Am 15. Januar 2013 wird die Lage neu beurteilt.
Der Holzbau liegt auch in der Schweiz zunehmend im Trend. Der Wohnungsbau sowie der nachgelagerte Innenausbau boomen. Die gute Geschäftslage in der Bauwirtschaft hat sich weiter verbessert. Viele Unternehmen verfügen über volle Auftragsbücher und schätzen ihre Geschäftsentwicklung für die nächsten Monate zuversichtlich ein.
Holz hat in Neubauten, vor allem aber im Renovationsbau und bei energetischen Sanierungen an Bedeutung gewonnen. Durch die Frankenstärke wird jedoch ein immer grösserer Anteil mit Halb- und Fertigprodukten aus dem Ausland substituiert. Andererseits sind Rundholzexporte ins nahegelegene Ausland unattraktiv geworden.
Viele Sägewerke sind noch ausreichend bis gut mit Nadelrundholz versorgt. Auf den Herbst und Winter hin kann jedoch mit anziehender Rundholznachfrage gerechnet werden.
Waldbesitzer warten ab
Die Schweizer Waldbesitzer sind in Wartestellung. Die aktuellen Rundholzpreise sind wenig motivierend für die Ausführung von Holzschlägen. Bei anhaltendem Importdruck von Halb- und Fertigfabrikaten dürfte der Markt für Schweizer Nadel- und erst recht für Laubsägerundholz trotz Bauboom schwierig bleiben.
Die Marktpartner stellen fest, dass für normales Buchenrundholz kaum Nachfrage besteht. Das ist nicht nur für die Waldeigentümer schmerzlich, es besteht auch die Gefahr, dass Mischbestände nicht mehr gepflegt werden, weil das anfallende Laubholz kaum einen Abnehmer findet. Die Holzmarktkommission verzichtet daher auf Preisempfehlungen für Buchenholz, damit keine falschen Signale gesetzt werden.
Links www.wvs.ch | www.holz-bois.ch
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