Forstverein mit neuem Präsidenten
Die 169. Jahresversammlung des Schweizerischen Forstvereins SFV von Ende August in Winterthur stand unter dem Motto ‹Umsichtig planen – entschlossen handeln›. Die rund 200 anwesenden Waldfachleute setzten sich im Rahmen eines Seminars mit der Frage auseinander, was die Maxime konkret bedeutet. Jean Rosset wurde als neuer Präsident des SFV gewählt.
Nach der offiziellen Eröffnung der Tagung durch den Zürcher Regierungspräsidenten Markus Kägi und den SFV-Präsidenten Adrian L. Meier-Glaser führte Peter Welten von der Swiss Re mit einem Inputreferat in das Thema Planung als Schwerpunkt des diesjährigen Seminars ein.
Die grössten Herausforderungen seien für den Rückversicherer derzeit die Volatilität der Naturereignisse, die Veränderungen im regulatorischen Umfeld und das momentane Tiefstzinsumfeld, erläuterte Welten. Diese Risiken könnten zwar nicht geplant werden, mit einer umsichtigen Planung könne ihnen aber begegnet werden, betonte er. Dazu gehörten auch Massnahmen zur Diversifikation, welche er der Forstwirtschaft wärmstens empfahl.
Rege Diskussion – Wahl eines neuen Präsidenten
Mit Planung aus betrieblicher und hoheitlicher Sicht befasste sich eine Diskussion zwischen Kantons- und Betriebsvertretern. Diese fokussierte sehr rasch auf den Zweck und die Bedeutung des forstlichen Betriebsplans, der in vielen Kantonen – etwa in Zürich, zum Beispiel aber nicht in Bern – für grössere Waldeigentümer von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist.
Nach sieben Jahren als Präsident des SFV tritt Adrian L. Meier-Glaser von diesem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Jean Rosset. Rosset ist dipl. Forsting. ETH und leitet die Sektion Walderhaltung des Waadtländer Forstdienstes.
Link www.forstverein.ch
© LIGNUM 2010



