08. 04. 2013 00:00 Alter: 4 Jahr(e)

Ausgezeichnete Luzerner Weisstanne

In Kriens steht das erste Minergie-A-Eco-Mehrfamilienhaus der Zentralschweiz – es ist ein Holzbau. Verwendet wurden dafür 95% Schweizer Holz, das vorwiegend aus der Region stammt. Dafür hat das gelungene Bauprojekt am vergangenen Freitag das ‹Herkunftszeichen Schweizer Holz› erhalten.

 

 

95% Schweizer Holz

 

Oben: Die Bauherren Marie-Theres und Markus Portmann erhalten am 5. April von Lignum-Direktor Christoph Starck (links) das Zertifikat ‹Herkunftszeichen Schweizer Holz› für das Mehrfamilienhaus Kirchrain in Kriens. Unten: Visualisierung des Mehrfamilienhauses (Strategie und Gesamtkonzeption: e4plus AG, Kriens; Architektur: aardeplan AG, Baar; Holzbauingenieur: AG für Holzbauplanung, Rothenthurm).

 

Visualisierung Architekten | Bild PROHOLZ Lignum Luzern

 

 

Das soeben fertiggestellte Mehrfamilienhaus Kirchrainweg im Zentrum von Kriens stand am Freitag letzter Woche dem Fachpublikum offen. Nach einer freien Besichtigung des Gebäudes, während der man sich an verschiedenen Infopoints vertieft über das Gesamtkonzept, über Holzbau, Schweizer Holz, Gebäudetechnik und intelligente Stromversorgung informieren konnte, überreichte Christoph Starck, Direktor Lignum, der Bauherrschaft Marie-Theres und Markus Portmann das Zertifikat ‹Herkunftszeichen Schweizer Holz› für das gelungene Projekt.

 

Nachhaltigkeit als Programm

 

Bezüglich Nachhaltigkeit setzt das Objekt Massstäbe. Das durchdachte Gesamtkonzept bietet hohen Wohnkomfort bei gleichzeitig tiefer Umweltbelastung und überdurchschnittlicher Werterhaltung. Ausgezeichnete Wärmedämmung und qualitativ hochstehende Fenster sorgen für einen sehr geringen Heizenergiebedarf.

 

Eine Wärmepumpe deckt den gesamten Energiebedarf für Heizung und Warmwasser. Die dazu erforderliche elektrische Energie liefert die Solarstromanlage, die in das Dach integriert ist. Die Wohnungen verfügen über eine individuell regulierbare Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Alle eingebauten Geräte glänzen mit bestmöglicher Energieeffizienz.

 

Bekenntnis zu Luzerner Weisstanne

 

Das Mehrfamilienhaus wurde in Holzbauweise mit Luzerner Weisstanne erstellt. Dabei kamen 230 Kubikmeter Holz zum Einsatz, das zu 85% aus Luzerner Wäldern und zu 95% aus der Schweiz stammt.

 

Für den Bauherrn Markus Portmann war von Beginn an klar, dass er auf einheimisches Holz setzen wollte. ‹Es war wichtig, dies vom ersten Moment an allen Akteuren zu kommunizieren. Die Vorgabe, durchwegs Luzerner Weisstanne einzusetzen, musste frühzeitig in die Planung integriert werden. Das erforderte Hartnäckigkeit, denn für viele Markteilnehmer hat Schweizer Holz nicht erste Priorität›, erklärt Portmann.

 

‹Schweizer Holz lohnt sich›

 

In seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Labels ‹Herkunftszeichens Schweizer Holz› würdigte Lignum-Direktor Christoph Starck das Engagement der Bauherrschaft. Er zeigte sich überzeugt, dass sich der Einsatz von Schweizer Holz für alle lohne, vom Wald über das holzverarbeitende Gewerbe bis hin zum Endkunden: ‹Regionale Wertschöpfung schont Ressourcen und sichert Arbeitsplätze›, so Starck.

 

‹Schweizer Holz und Holzprodukte enthalten wesentliche Mehrwerte für Konsumentinnen und Konsumenten. Denn die Schweizer Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder im internationalen Vergleich auf ökologisch höchstem Niveau›, erläuterte Starck weiter.

 

Das Herkunftszeichen Schweizer Holz macht auf allen Stufen der Holzgewinnung und -verarbeitung bis zum Endverbraucher auf einen Blick kenntlich, was aus der Schweiz stammt. Sind es mindestens 80%, dürfen Holz und Holzprodukte vom Tisch über eine Fassade bis hin zum ganzen Bauwerk das Zertifikat tragen.

 


Link www.kirchrainweg.ch

Link Informationen zum Herkunftszeichen Schweizer Holz der Lignum

 

 


Bauen mit Holz für Flüchtlinge

Rufen Sie uns an!

Rufen Sie uns an!

Holz macht Musik

Holz macht Musik