Wirkungsvolles Schalldämmverhalten von Holzkonstruktionen

 

 

Zeitgemässe Holzbauten erfüllen nicht nur die aktuelle Schallschutznorm, sondern schützen die Bewohner effizient vor unerwünschten Lärmeinwirkungen und schaffen damit die Voraussetzung für eine ruhige Wohnatmosphäre.

 

Anforderungen

 

Die Anforderungen an den baulichen Schallschutz regelt die Norm SIA 181 ‹Schallschutz im Hochbau›. Die Norm SIA 181 (Ausgabe 2006) berücksichtigt das gestiegene Ruhebedürfnis der Bevölkerung und die Fortentwicklung der internationalen Normierung. Gegenüber der Fassung von 1988 wurden die Mindestanforderungen moderat verschärft. Die erhöhten Anforderungen bleiben nahezu unverändert, gelten aber jetzt obligatorisch für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser und für neu errichtetes Stockwerkeigentum. Zudem müssen nun in Nachweisen zum Luft- und Trittschallschutz die Spektrum-Anpassungswerte mit berücksichtigt werden.

 

Konstruktionen

 

Gute Schalldämmwerte lassen sich mit ein- oder mehrschaligen Bauteilen erreichen. Die Schalldämmung bei einschaligen Bauteilen hängt in erster Linie von ihrer Flächenmasse ab (Massegesetz). Da im Holzbau leichte Materialien Anwendung finden und die Flächenmasse der Bauteile im Vergleich zum Massivbau gering ist, erreicht man bei Holzbauteilen hohe Schalldämmungen über zwei- oder mehrschalige Konstruktionen mit biegeweichen Schalen (Masse-Feder-Prinzip).

 

Die Schalldämmung zweischaliger Konstruktionen wird durch die Grösse des Schalenabstandes, die Materialwahl der Schalen, die Dämpfung der Hohlräume, die Geometrie und das Raster des Ständers wie auch durch die Befestigungsart der Schalen beeinflusst. Bei Trennwänden sind mit einer zusätzlichen biegeweichen Vorsatzschale oder mit vollkommen schalengetrennten Konstruktionen noch bessere Resultate erreichbar. Bei Geschossdecken können neben schwimmend verlegten Estrichen zusätzliche biegeweich abgehängte Vorsatzschalen und eine zusätzliche Beschwerung der Tragkonstruktion (z. B. mit Betonplatten oder Tilgern) Verbesserungen schaffen.

 

Der ‹Bauteilkatalog Schallschutz› der Lignum ermöglicht eine einheitliche und eindeutige Deklaration von Daten zu Aufbauten im Holzbau. Sowohl Bauherren als auch Ingenieure und Architekten, die mit Holz arbeiten, finden damit effizient für sie passende, gute Lösungen. Die auf zeitgemässen Technologien und Standards basierende Web-Applikation ist intuitiv bedienbar und erfordert keine Einarbeitungszeit.


www.lignumdata.ch

 

Forschung und Entwicklung: Projekt Schallschutz im Holzbau

 

Die Lignum bearbeitet zur weiteren Entwicklung des baulichen Schallschutzes nach der erfolgreichen Grundlagenarbeit im Brandschutz gemeinsam mit der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau ein neues Verbundprojekt im grossen Massstab.

 

Das Schallschutzprojekt verfolgt das Ziel, eine höchstmögliche Planungssicherheit für Planer, Ingenieure, Architekten sowie Ver- und Bearbeiter von Holz zu schaffen. Damit der ermittelte Bedarf an Forschung und Entwicklung sowie an Information abgedeckt werden kann, wird das Thema in Zusammenarbeit mit der gesamten Branche als Schwerpunkt bearbeitet. Weil entscheidende Fortschritte in der Entwicklung nur aufgrund einer systembezogenen Betrachtung zu erwarten sind, liegt das Schwergewicht auf wirtschaftlich konkurrenzfähigen und für den Schweizer Markt bedeutenden Konstruktionen.

 

Schwerpunkte sind die Ermittlung von schallschutztechnisch relevanten Kennwerten, die Entwicklung von schall- sowie holzbautechnisch optimalen Bauteilen und Gebäuden, exakte Nachweismöglichkeiten des Schalldämmvermögens von Holzkonstruktionen und am Ende die Bereitstellung von Anwendungshilfen für die Planung und Ausführung.

 

Weblog Schallschutz-Projekt der Lignum

    Herkunftszeichen Schweizer Holz

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    Aufstocken mit Holz

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    Holz-Treppen

    Holz-Treppen

    Globe of Science and Innovation

    Palais de l'Equilibre