12. 05. 2017 16:02 Alter: 18 Tag(e)

Baustoff Holz: Maximum an Ökopunkten

Der Jahreskongress von Holzindustrie Schweiz HIS stellte heute Freitagnachmittag die ökologischen Mehrwerte von Holz ins Zentrum. HIS-Präsident Thomas Lädrach konnte über 100 Mitglieder und Gäste zum Anlass im Seepark Thun begrüssen.

 

Freilager-Areal, Zürich: 187 Wohnungen in drei Langhäusern aus Holz

Bauherrschaft und Projektentwicklung: Zürcher Freilager AG, Zürich

Gestaltungsplan: Meili, Peter Architekten AG, Zürich

Totalunternehmer: Allreal Generalunternehmung AG, Zürich

Architektur Langhäuser in Holzbauweise: Rolf Mühlethaler, Bern

Holzbauingenieur Langhäuser: Indermühle Bauingenieure GmbH, Thun

Holzbau: Renggli AG, Schötz

Bild Michael Meuter, Zürich

 

 

Wie werden Baustoffe ökologisch bewertet? Frank Werner (Umwelt & Entwicklung, Zürich) zeigte auf, dass die Vertreter von Baustoffen, die in Konkurrenz zu Holz stehen, dazu neigen, die Umweltbelastung ihres Materials jeweils so darzustellen, dass es in vorteilhaftem Licht erscheint. Deshalb, so Werner, sollten sich Bauherren nur an seriösen Vergleichen orientieren, welche auf anerkannten Datengrundlagen wie Ecoinvent basierten. Die Berechnung von Umweltbelastungspunkten, Grauer Energie und Treibhausgas-Emissionen auf Bauteilebene bringen Werner zum Schluss: ‹Das Bauen mit Holz ist definitiv eine ökologische Wahl.›

 

Ökologisch bauen mit Holz

 

Orientierung in der ökologischen Bewertung von Bauten bringt der Standard Minergie-Eco. Marc Grossmann, Experte für Bauökologie und Bauphysik in der Ingenieurunternehmung Amstein + Walthert, zeigte auf, wie wichtig ökologische und gesundheitliche Kriterien für Innenräume, Gebäudenutzung, Witterungsbeständigkeit der Fassade, schliesslich auch für die Rückbaufähigkeit eines Gebäudes sind. Unter allen Aspekten, so Grossmann, habe Holz gute Chancen, wenn es mit verträglichen Substanzen behandelt sei und aus nachhaltiger Forstwirtschaft stamme.

 

Ökologische Überlegungen haben im 2016 fertiggestellten Neubauprojekt Freilager Zürich dazu geführt, dass unter anderem auch Holzbauten realisiert wurden, wie Freilager-CEO Jean-Claude Maissen aus Sicht der Bauherrschaft berichtete. Auf dem 70500 m2 grossen Areal wurde die 2000-Watt-Zielsetzung schon in der Projektentwicklung berücksichtigt und konsequent umgesetzt. Der Holzbau punktete im Vergleich zum Massivbau mit deutlich weniger Grauer Energie.

 

Einsatz für Schweizer Holz

 

HIS-Präsident Thomas Lädrach zeigte sich erfreut über die Holzbauperspektiven, die bis auf einen Dämpfer im Berggebiet aufgrund der Annahme der Zweitwohnungsinitiative weiterhin hervorragend seien. Die Branche, so Lädrach, kämpfe aber weiterhin mit dem Währungsnachteil, der die Nachbarländer dazu einlade, vom Schweizer Holzbauboom zu profitieren. Um so erfreulicher ist aus Sicht von Holzindustrie Schweiz, dass die Schweizer Sägewerksproduktion nach einigen Jahren mit rückläufiger Tendenz seit 2014 stabil ist und die Marktanteile halten kann.

 

Holzindustrie Schweiz schätzt den Rundholzeinschnitt 2016 auf 1,81 Mio. m3 (2015: 1,823 Mio. m3), die Schnittholzproduktion 2016 auf etwa 1,105 Mio. m3 (2015: 1,122 Mio. m3). Entscheidend zur Stabilisierung beigetragen hat aus Sicht von Holzindustrie Schweiz die vermehrte Nachfrage nach Schweizer Holz. Holzindustrie und Waldbesitzer investierten schon seit der Finanzkrise in das Herkunftszeichen Schweizer Holz, betont der Verband; mittlerweile würden die Effekte der branchenseitigen Marketinganstrengungen mit der #WOODVETIA-Kampagne noch einmal verstärkt.

 


Link www.holz-bois.ch

 

 


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