19. 04. 2017 00:01 Alter: 6 Tag(e)

Bund will gemeinnützigen Wohnungsbau weiter unterstützen

Der Bundesrat will den Fonds de Roulement für die Darlehensgewährung an gemeinnützige Wohnbauträger mit bis zu CHF 250 Mio. aufstocken. Er hat an seiner Sitzung vom 5. April die Vernehmlassung zu einem entsprechenden Rahmenkredit eröffnet. Damit reagiert der Bundesrat auf die Volksinitiative ‹Mehr bezahlbare Wohnungen›. Die Vernehmlassung dauert bis zum 12. Juli.

 

Wieviel Förderung braucht der gemeinnützige Wohnungsbau seitens des Bundes?

Der Bundesrat will den Fonds de Roulement für Darlehen an gemeinnützige Wohnbauträger um maximal CHF 250 Mio. aufstocken. Die Dachorganisation der Wohnbaugenossenschaften fordert mindestens CHF 375 Mio. Im Bild: Mehrgenerationenhaus ‹Giesserei› in Winterthur, 2013 (Bauherrschaft: Genossenschaft Gesewo, Winterthur; Architektur: Galli Rudolf Architekten AG, Zürich)

Bild Michael Meuter, Zürich

 

 

Der in die Vernehmlassung geschickte Erlassentwurf sieht einen Rahmenkredit für die Darlehensgewährung im Umfang von höchstens CHF 250 Mio. vor. Damit soll der bestehende Fonds de Roulement zugunsten der gemeinnützigen Wohnbauträger über eine Zeitdauer von zehn Jahren weiter geäufnet werden.

 

Gestützt auf das Wohnraumförderungsgesetz werden aus dem Fonds de Roulement verzinsliche Darlehen für den Neubau, die Erneuerung oder den Erwerb von preisgünstigen Wohnungen ausgerichtet. Seit 2003 konnten durchschnittlich 1500 Wohnungen pro Jahr unterstützt werden. Der vorgeschlagene Rahmenkredit würde es erlauben, die Förderung in den kommenden Jahren auf diesem Niveau fortzusetzen. Die Finanzierungshilfe soll dazu beitragen, dass der gemeinnützige Wohnungsbau seinen Marktanteil von gegenwärtig knapp 5% halten kann.

 

Der Bundesrat hatte am 25. Januar entschieden, die am 18. Oktober 2016 eingereichte Volksinitiative ‹Mehr bezahlbare Wohnungen› zur Ablehnung zu empfehlen. Er ist der Meinung, die darin vorgeschlagenen Instrumente und Ziele stellten einen unangemessenen und unnötigen Eingriff in die insgesamt gut funktionierende Wohnungsversorgung dar. Der Bundesrat anerkennt jedoch, dass ein ausreichendes Angebot an preisgünstigen Wohnungen notwendig ist, um die Bedürfnisse aller Nachfragegruppen abdecken zu können. Er will deshalb dem Parlament einen eng mit der Volksinitiative zusammenhängenden Erlassentwurf unterbreiten.

 

Wohnbaugenossenschaften Schweiz fordert deutlich mehr

 

Wohnbaugenossenschaften Schweiz, die Dachorganisation von mehr als 1100 Wohnbaugenossenschaften und weiteren gemeinnützigen Wohnbauträgern mit insgesamt gegen 150000 Wohnungen, zeigt sich zwar erfreut darüber, dass der Bundesrat den Fonds de Roulement für den gemeinnützigen Wohnungsbau aufstocken will. Den vorgeschlagenen Maximalbetrag von CHF 250 Mio. hält die Organisation jedoch für ungenügend. Um die Nachfrage von gemeinnützigen Bauträgern nach zinsgünstigen Darlehen zu decken, müsse der Fonds um mindestens CHF 375 Mio. aufgestockt werden.

 

Damit, so Wohnbaugenossenschaften Schweiz, könnten in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren 1800 preisgünstige Wohnungen pro Jahr gefördert werden. Dies sei um so wichtiger, als die Bautätigkeit der Gemeinnützigen künftig steigen müsse: In den letzten Jahren habe sich das Stimmvolk in fast allen grösseren Städten sowie in mehreren Kantonen und Gemeinden für mehr gemeinnützigen Wohnungsbau ausgesprochen. Mit der wachsenden Dynamik der Branche werde auch die Nachfrage nach Fonds-Darlehen weiter zunehmen.

 


Link www.wbf.admin.ch

 

 


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