15. 05. 2017 00:01 Alter: 16 Tag(e)

Wald und Holz plädieren für ein Ja zum neuen Energiegesetz

Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft unterstützt die erste Etappe der Energiestrategie 2050. Sie setzt sich für ein Ja zum neuen Energiegesetz ein, das am nächsten Wochenende zur Abstimmung kommt.

 

Nachhaltig, energieeffizient, verdichtet und von hoher Wohnqualität

Holzbau-Wohnsiedlung ‹Grünmatt› in Zürich: Ersatzneubau der Familienheim-Genossenschaft Zürich mit 155 Wohneinheiten anstelle von 64 eingeschossigen Reiheneinfamilienhäusern von 1929, deren Bausubstanz nicht mehr zu retten war (Architektur: Graber Pulver Architekten, Zürich; Holzbauingenieur: Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain).

Bild Hannes Henz, Zürich

 

 

Bauwerke benötigen rund 40% des Schweizer Gesamtenergiebedarfs. Sehr viele Gebäude genügen heutigen energetischen Anforderungen nicht. Entsprechend konsequent ist es, dass die Energiestrategie 2050 einen zentralen Hebel in der Energieeffizienz des Bauwerks Schweiz sieht und das Gebäudeprogramm zu diesem Zweck ausweiten will.

 

Holz und Holzprodukte tragen in hohem Masse zu einem energieeffizienteren Gebäudepark bei. Der leichte Rohstoff Holz ist von Natur aus ein schlechter Wärmeleiter. Er speichert Kohlenstoff aus atmosphärischem Kohlendioxid und wird mit geringem Energieaufwand geerntet und verarbeitet.

 

Holz zum Bauen und Heizen

 

Der Holzbau kombiniert mit hochpräziser Technik die energetische Ertüchtigung des Bauwerks Schweiz mit intelligenter Verdichtung, wie sie die Raumplanung fordert – mit Aufstockungen und Anbauten ebenso wie mit ganzheitlich konzipierten Ersatzneubauten.

 

Ebenso konsequent ist als zweiter Hebel der Energiestrategie 2050 angesichts des Klimawandels der Ausbau erneuerbarer Energien wie der Holzenergie. Es ist im Sinne der Versorgungssicherheit, wenn möglichst viel Energieholz aus der Schweiz dezentral gewonnen und verwendet wird, und es ist im Sinne der klimapolitischen Ziele der Schweiz, wenn Holzenergie vermehrt zur Anwendung kommt, um im Verbund mit anderen erneuerbaren Energien laufend mehr fossile Energie zu ersetzen.

 

Ressource Wald nutzen

 

Der Schweizer Wald bietet sich in beiden Fällen als Quelle des nachwachsenden Rohstoffs Holz an. Nach wie vor wird deutlich weniger Holz in unseren Wäldern geerntet, als unter gleichbleibend nachhaltiger Bewirtschaftung möglich wäre.

 

Rund 3 Mio. Kubikmeter könnten zusätzlich zu den jährlich rund 5 Mio. Kubikmetern genutzt werden, die im langjährigen Schnitt geerntet werden, ohne dass dies dem Wald schaden würde. Dieser würde von einer erhöhten Holznachfrage und entsprechender Mehrernte sogar profitieren – als Ökosystem ebenso wie zum Beispiel in seiner Funktion als Schutzwald.

 

Umsetzung mit Augenmass

 

Dennoch ist die Energiestrategie 2050 in der konkreten Umsetzung mit Kosten sowie Risiken wie möglichen Fehlanreizen und Fragen der Versorgungssicherheit verbunden. Die Ziele der Energiestrategie 2050 sind ambitioniert, und es gilt deshalb darauf zu achten, dass es zu keiner Überbelastung der KMU kommt, die auch in der Holzbranche die Mehrheit der Betriebe stellen.

 

Die Wald- und Holzwirtschaft erwartet eine wirtschaftsverträgliche Umsetzung der Energiestrategie 2050 mit Augenmass und die angemessene Berücksichtigung der Bedürfnisse energieintensiver Betriebe.

 

 

 


Lignum-Brandschutzkurs 2017: Jetzt anmelden

Rufen Sie uns an!

Dachausbau mit Holz

Dachausbau mit Holz