Modulbau-Rekord in Hamburg

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist mit dem ‹Woodie› in nur neun Monaten das weltgrösste Wohnbauprojekt in Holz-Modulbauweise entstanden. 371 Studentenwohnungen aus Vollholz fügen sich auf sechs Geschossen aus je 20 Quadratmeter grossen, vorgefertigten Modulen zusammen. Am 1. Oktober sind die ersten Bewohner eingezogen.

Studentenwohnheim ‹Woodie› in Hamburg
Bild Kaufmann Bausysteme, Reuthe (A)

 

 

Die Wohnungen haben Sauerbruch Hutton Architekten (Berlin) spezifisch für die Bedürfnisse von Studenten entwickelt. Bett, Nasszelle, Spiegel, Einbauschränke, ein Schreib- sowie ein Klapptisch und sogar eine kleine Küchenzeile sind bereits fertig montiert. Hergestellt wurden die Holzmodule vom Vorarlberger Unternehmen Kaufmann Bausysteme. Die Module wurden komplett eingerichtet per Tieflader auf die Baustelle geliefert.

 

Die Hamburger Senatorin Dorothee Stapelfeldt lobt die konzeptionelle und technische Qualität des Neubaus: ‹Die innovative Holz-Modulbauweise von ‚Woodie‘ ist etwas Neues, dass hoffentlich noch mehr Planer, Architekten, aber auch Investoren in Hamburg inspiriert. Diese Form des seriellen Bauens birgt für die Bauwirtschaft die Chance, attraktive und bezahlbare Wohnungen auch ohne staatliche Förderung zu errichten.›

 

Im November fand sich das Projekt zusammen mit zwei anderen auf dem ersten Rang des ‹WohnbauPreises Hamburg 2017›. Die Jury begründete ihren Entscheid wie folgt: ‹Hier verbindet sich serielles, modulares Bauen aus dem nachhaltigen Material Holz mit hervorragender Architektur und moderaten Baukosten. Das Projekt zeigt, dass Qualität in Konzeption, Entwurf und Ausführung keine Utopie ist, sondern eine neue Entwicklungsstufe im seriellen Wohnungsbau erreicht hat.›

 


Link www.woodie.hamburg