Richtplan des Kantons St. Gallen genehmigt

Der Kanton St. Gallen hat seinen Richtplan an die Anforderungen des revidierten Raumplanungsgesetzes angepasst. Im Zentrum stand die Überarbeitung des Teils ‹Siedlung›. Anfang November hat der Bundesrat den überarbeiteten Richtplan genehmigt.

Der Kanton St. Gallen hat den Teil ‹Siedlung› in seinem Richtplan gesamthaft überarbeitet. Dabei hat er das Thema Siedlungsentwicklung ins Zentrum gestellt, ein kantonales Raumkonzept entwickelt, das den Rahmen für seine künftige räumliche Entwicklung festlegt, sowie weitere Inhalte angepasst. Mit der Genehmigung des ersten Kapitels verfügt der Kanton über einen Richtplan, der dem revidierten Raumplanungsgesetz entspricht.

 

Im kantonalen Raumkonzept geht der Kanton St.Gallen von einem Bevölkerungswachstum von 85000 Personen zwischen 2015 und 2040 aus. Diese Annahme entspricht dem mittleren Szenario des Bundesamts für Statistik. Das angenommene Wachstum wird auf vier Raumtypen verteilt.

 

Wachstum in die urbanen Verdichtungsräume lenken

 

65% der zusätzlichen Bewohnerinnen und Bewohner sollen im urbanen Verdichtungsraum, 33% in der ‹Landschaft mit kompakten Siedlungen› und 2% in der Kultur- und Agrarlandschaft Platz finden. Der Gesamtumfang des Siedlungsgebiets wird auf 16144 ha festgesetzt und ist damit um 4% grösser als die bestehenden Bauzonenflächen.

 

Der Kanton lastet seine aktuellen Bauzonen in 15 Jahren voraussichtlich zu 103% aus. Daraus folgt, dass fallweise Einzonungen möglich sein werden. Als Voraussetzung dafür formuliert der Richtplan bestimmte Kriterien. Diese legen fest, dass Gemeinden zuvor ihre Potentiale zur Innenentwicklung berücksichtigen und die Verfügbarkeit von Bauland abklären müssen. Auch legt der Richtplan nach Raumtypen differenzierte Mindestdichten fest.

 


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