Schweiz zieht ab November beim Klimaabkommen von Paris mit

Mit der Übergabe der Ratifikationsurkunde heute Freitag in New York wird die Schweiz per 5. November offiziell Mitglied des Klimaübereinkommens von Paris. Damit wird das angekündigte Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 um 50% zu reduzieren, verbindlich.

Während der Klimakonferenz in Paris von 2015 machte ein Kunstprojekt am Eiffelturm auf die globale Bedeutung der Wälder für das Klima aufmerksam.
Bild Naziha Mestaoui | 1heart1tree

 

 

Botschafter Jürg Lauber, der Chef der Mission der Schweiz bei der UNO in New York, hat heute vormittag dem UNO-Generalsekretär die Ratifikationsurkunde der Schweiz für das Klimaübereinkommen von Paris übergeben. Die Schweiz wird somit als Mitglied an der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens von Paris teilnehmen, die im Rahmen der nächsten Klimakonferenz abgehalten wird. Diese findet vom 6.–17. November in Bonn statt.

 

Das Klimaübereinkommen von Paris leitet eine neue Phase der internationalen Politik gegen die Klimaerwärmung ein. Es fördert eine schrittweise Reduktion fossiler Energien mit dem Ziel, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen den Emissionen und dem Abbau von Treibhausgasen durch Senken zu erreichen. Eine besondere Bedeutung erhalten in dieser Hinsicht Wald und Holz.

 

Um die Erderwärmung global deutlich unter zwei Grad zu halten oder wenn möglich gar auf anderthalb Grad zu limitieren, verpflichtet das Pariser Übereinkommen alle Länder, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die öffentlichen und privaten Finanzflüsse müssen auf eine treibhausgasarme und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähige Entwicklung ausgerichtet werden.

 

Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren

 

Mit der Ratifikation des Übereinkommens wird das von der Schweiz angekündigte Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 um 50% zu reduzieren, verbindlich. Dieses Ziel wurde vom Parlament im Juni 2017 zeitgleich mit der Zustimmung zur Ratifikation verabschiedet. 

 

Gemäss dem Übereinkommen von Paris muss das Reduktionsziel in erster Linie durch eine Senkung der inländischen Emissionen erreicht werden. Dank einem Marktmechanismus, dessen Regeln von der internationalen Gemeinschaft bis 2018 genehmigt werden müssen, lässt es aber auch Emissionsverminderungen im Ausland zu.

 

Der Anteil der inländischen Emissionsreduktionen und jener der Verminderungen in Drittländern wird im CO2-Gesetz festgelegt. Im Entwurf zur Revision des CO2-Gesetzes, der 2016 in die Vernehmlassung geschickt wurde, hat der Bundesrat vorgeschlagen, dass die Reduktion der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 höchstens zu 20% im Ausland erfolgen und für die Erreichung des Ziels der Schweiz für 2030 berücksichtigt werden darf.

 


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