Wallis weist Eindringlingen im Pfynwald die Tür

Eingeführte Pflanzenarten breiten sich im Pfynwald aus. Der Kanton Wallis intensiviert seine Bemühungen im Kampf gegen invasive Neophyten in Zusammenarbeit mit den Burgergemeinden Leuk, Salgesch, Siders und Varen.

Für die Bekämpfung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Krautige Arten wie das Einjährige Berufskraut oder die Goldrute werden in Handarbeit ausgerissen. Die Arbeiten werden von den beiden Forstrevieren Forst Leuk und Umgebung und Siders-Noble-Contrée teils in Zusammenarbeit mit Zivildienstleistenden des Vereins Naturnetz ausgeführt.
Bild Dienststelle für Wald und Landschaft des Kantons Wallis 

 

 

Der Pfynwald bietet Lebensraum für sehr viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Seit 1997 ist er ein Schutzgebiet. Aufgrund seines Artenreichtums ist er in das Smaragd-Netzwerk der besonders wertvollen Lebensräume in Europa aufgenommen worden.

 

Invasive Neophyten machen jedoch auch vor einem Naturschutzgebiet von internationalem Ruf nicht Halt. So finden sich heute darin problematische Arten wie das Einjährige Berufskraut (Erigeron annuus), die Robinie (Robinia pseudoacacia), der Götterbaum (Ailanthus altissima), die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), der Schmetterlings-Strauch (Buddleja davidii) oder das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis).

 

Diese Arten besiedeln mit Vorliebe gestörte Flächen wie Kiesgruben, Weg- und Strassenränder oder Gewässer. Aber auch Waldlichtungen, die zur Förderung von besonders seltenen Arten wie dem Ziegenmelker geschaffen worden sind, drohen von Neophyten überwuchert zu werden.

 


Link www.vs.ch | www.pfyn-finges.ch