Altdorf: Holz von hier macht Schule

Das neue Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri in Altdorf ist der erste Bau im Kanton nach Minergie-P-Eco. In seinem Tragwerk sind 411 m3 Holz verbaut worden, von denen 84% aus dem Schweizer Wald stammen – genug für eine Auszeichnung mit dem ‹Herkunftszeichen Schweizer Holz›. Bedingung dafür sind mindestens 80% hiesiger Rohstoff.

 

Die Erweiterung des BWZ Uri haben die Urner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Februar 2016 mit 88% Ja-Stimmen haushoch genehmigt. Zuvor hatte bereits der Urner Landrat den Baukredit in der Höhe von knapp CHF 8,4 Mio. einstimmig gutgeheissen. Im Juni 2016 fand der Spatenstich für den Erweiterungsbau statt. Nur 13 Monate später war der dreigeschossige Neubau bezugsbereit. Acht Schulzimmer, Gruppenräume, Lernzonen und ein Multifunktionsraum, zum Beispiel für die Ausbildungsbereiche Metallbau, Detailhandel, Sprachen, Wirtschaft und Allgemeine Bildung, stehen nun den Urner Berufsschülerinnen und -schülern zur Verfügung.

 

Das kubische Bauwerk weist eine Grundfläche von 600 m2 auf und ruht auf einer Stahlbeton-Bodenplatte als Flachgründung. Um einen stützenfreien Mehrzweckraum im Erdgeschoss zu ermöglichen, sind die Tragachsen im Gebäudeinneren als Fachwerk aus Buche und Fichte über zwei Geschosse ausgebildet. Die Geschossdecken sind Holz-Beton-Verbundelemente aus Rippen und einer Ortbetonplatte.

 

Der Entwurf stammt von CAS Architekten, Altdorf. Vor- und Bauprojekt, Ausschreibung und Ausführungsprojekt von Holzbau und Massivbau oblagen dem HSH-Fachpartner Holzprojekt GmBH, Luzern. Den Holzbau übernahmen Holzbau Bucher AG, Kerns, sowie Herger Klimaholzbau AG, Spirigen. Lieferanten von Holzprodukten für den Bau waren August Brühwiler AG, Balterswil, Neue Holzbau AG, Lungern, sowie Schilliger Holz AG, Küssnacht, allesamt Träger des ‹Herkunftszeichens Schweizer Holz›.

 


Links www.bwzuri.ch | www.holz-bois-legno.ch