Eschensterben könnte in der Nordwestschweiz Millionen kosten

WaldBeiderBasel zeigte heute morgen auf, dass sich der Befall der heimischen Eschen mit einem aggressiven Pilz massiv auf die öffentlichen und privaten Waldbesitzer auswirkt. Massnahmen dagegen könnten nach ersten Schätzungen bis zu CHF 7 Mio. kosten.

 

Seit mehreren Jahren greift ein aus Ostasien eingeschleppter Pilz die Eschen in Schweizer Wäldern an. Ein Grossteil der betroffenen Bäume stirbt innerhalb weniger Jahre. Der Pilzbefall betrifft auch die Wälder der Nordwestschweiz. Da die Esche mit rund 570000 Bäumen in den basellandschaftlichen Wäldern nach Buche und Ahorn die dritthäufigste Laubbaumart ist, sorgt der Befall im Baselbiet für besondere Sorgenfalten.

 

WaldBeiderBasel ist der Meinung, dass Waldeigentümer vor möglichen Sicherheitsmassnahmen festlegen sollen, wer die Kosten trägt. Seien die kranken Bäume entfernt und das erste Sicherheitsrisiko behoben, werde es schwierig, einen Kostenträger zu finden, sagte Verbandspräsident Philipp Schoch heute Donnerstag vor den Medien. Gemäss Raphael Häner, Geschäftsführer des Verbands WaldBeiderBasel, könnte allein die Gewährleistung der Sicherheit für die Bevölkerung entlang den Waldstrassen schon an die CHF 7 Mio. kosten.

 

Abwägen notwendig

 

Als Vertreter der öffentlichen Waldbesitzer erklärte Hanspeter Stoll, Bürgerrat und Waldchef von Liestal, welche Verantwortung die Bürgergemeinden in diesem Zusammenhang tragen. Da Waldstrassen rechtlich als Werk gälten, sei im Grundsatz der Werkeigentümer für die Sicherheit zuständig. Wer sich aber in den Wald begebe, sehe sich grundsätzlich einer grösseren Gefahr ausgesetzt, da der Wald an und für sich ein Naturprodukt sei. In diesem Sinne liege sicher ein Teil der Verantwortung bei den Waldeigentümern.

 

Gemäss Stoll gibt es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten. Zum einen wäre ein proaktives Handeln denkbar im Sinne der Entfernung sämtlicher Eschen – auch der nicht befallenen – entlang der Waldwege. Man könne aber auch den Verlauf des Befalls der Eschen entlang von Waldstrassen und Fusswegen vorerst weiter beobachten, um ein klareres Bild der Situation zu gewinnen. Diesen Weg habe das Forstrevier der Bürgergemeinde Liestal eingeschlagen.

 


Link www.waldbeiderbasel.ch