#WOODVETIA ehrt den Musiker Stress

Am Montag wurde im Zürcher Zoo die dreizehnte Holzfigur der Aktion für mehr Schweizer Holz #WOODVETIA eingeweiht. Sie zeigt den Lausanner Musiker Andres Andrekson – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Stress. Stress zählt zu den erfolgreichsten Hip-Hop-Musikern der Schweiz. Er greift pointiert aktuelle gesellschaftliche Themen wie Umweltschutz auf.

 

Stress im Affenhaus
Enthüllt wurde die Figur des Musikers vom Künstler selber (links), Robert Zingg, Senior-Kurator des Zoos Zürich, sowie Hans Rupli, Zentralpräsident von Holzbau Schweiz (rechts im Hintergrund).
Bild Bruno Augsburger, Zürich, für #WOODVETIA

 

 

Stress ist bekannt für sein Engagement zugunsten der Natur. ‹On n'a qu'une terre› (Wir haben nur eine Erde) hiess die Single, die der Musiker 2007 veröffentlichte. Sie griff die grossen Umweltthemen der Gegenwart auf.

 

Zu Stress‘ Einsatz für unsere Lebensgrundlagen passt der Zürcher Zoo, der in die vorbildliche Haltung der Tiere gemäss ihren Bedürfnissen investiert. Die Figur des Musikers wird im Menschenaffenhaus präsentiert, wo Mensch und Tier sich in grosser Nähe begegnen können, selbst wenn sie durch eine Glaswand voneinander getrennt sind.

 

Vom Menschenaffenhaus im Zürcher Zoo aus gibt es einen ganz direkten Bezug zum Thema Wald: Die Gorillas und Orang-Utans sind in ihrer natürlichen Umgebung auf den Tropenwald als Lebensraum angewiesen. Die Abholzung lässt diesen jedoch immer kleiner werden. Ganz anders dagegen der Schweizer Wald: Er bedeckt fast ein Drittel der Landesfläche und legt jedes Jahr weiter zu.

 

Lebensechte Figur aus Birke

 

Gefertigt hat die lebensgrosse #WOODVETIA-Figur aus einer Lausanner Birke wiederum der Zürcher Künstler Inigo Gheyselinck. Birke wählte er deshalb, weil Stress 1977 in der estnischen Hauptstadt Tallinn geboren wurde. Im Alter von zwölf Jahren zog er mit seiner Familie in die Schweiz. In Estland ist die Birke nicht nur der häufigste Laubbaum, sondern steht auch im Mittelpunkt einer Vielzahl von Liedern und Erzählungen.

 

Stress hat mit dem Ja zur Fertigung seines Konterfeis aus Schweizer Holz einen Reflex abgelegt: das Gefühl, es sei immer Raubbau an der Natur, wenn ein Baum gefällt und sein Holz genutzt wird. In der Schweiz ist dies garantiert nicht so – das verhindert eines der strengsten Waldgesetze der Welt. Im Gegenteil: Die Holzernte verjüngt und stärkt den Wald und hält ihn fit, so dass er seine vielfältigen Funktionen zuverlässig erfüllen kann.

 

‹Ich wollte erst nicht, dass für mich ein Baum gefällt wird, bis mir erklärt wurde, dass die Holzernte für einen gesunden Wald sehr wichtig ist›, sagt der Musiker. Er hoffe, die Statue trage dazu bei, die Menschen vermehrt zum Kauf von Schweizer Holz zu bewegen, erklärte Stress an der Figurenlancierung. ‹Damit können wir alle helfen, den Schweizer Wald als Ausgleichsort, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und auch als Arbeitgeber weiterhin gesund zu erhalten.›

 


Links www.woodvetia.ch | Video auf 20min.ch