Frischzellenkur für den Urner Schutzwald

Helvetia unterstützt mit ihrem zwölften Schutzwaldprojekt in der Schweiz den Kanton Uri. In den kommenden Monaten werden an exponierten Stellen im ganzen Kanton mehr als 10000 Bäume gepflanzt.

 

 

Schutz für Generationen
Oben: Pflanzung der ersten Bäume im Urner Schutzwald mit (v.l.n.r.) Bernhard Furrer, Waldchef Burgerwald Andermatt, Kurt Baumann, Hauptagent von Helvetia in Uri, Franz Xaver Simmen, CEO von Andermatt Swiss Alps, Langlauf-Champion Dario Cologna, André Wigger, Generalagent Helvetia Schwyz-Uri, Ralph Honegger, Leiter Anlagen und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia, Moderatorin und Unternehmerin LizAn Kuster, Regierungsrat Dimitri Moretti, Kantonsforstmeister Beat Annen sowie Hans Regli, Talammann der Kooperation Urseren. Unten: Der Gurschenwald (rechts im Bild) bewahrt Andermatt vor Naturgefahren. Hier werden 700 junge Fichten gepflanzt.
Bilder Helvetia

 

 

Weit über den Kanton hinaus ist der Urner Schutzwald von existenzieller Bedeutung. Er sichert Bahntrassee, Autobahn und Stromleitungen, welche Süd- und Nordeuropa miteinander verbinden. Aber auch für die lokale Bevölkerung wäre ein Leben ohne die Wälder an den steilen Hängen der Urner Täler kaum denkbar. Dabei bedeckt der Wald bloss einen Fünftel des Kantonsgebietes. Der Rest liegt über der Baumgrenze oder wird besiedelt und bewirtschaftet.

 

So zum Beispiel vom Andermatt Swiss Alps Resorts. Mit dem Hotel ‹The Chedi Andermatt›, der dazugehörigen Ferienanlage, dem Golfplatz und den Bergbahnen hat der ägyptische Investor Samih Sawiris in Andermatt neue wirtschaftliche Perspektiven geschaffen.

 

Damit die Gäste jedoch einen sicheren und erholsamen Aufenthalt geniessen können, werden im Gurschenwald oberhalb von Andermatt von den Urner Forstleuten 700 jungen Fichten gepflanzt. So kann dieser Schutzwald das Dorf als auch die Talabfahrt im Skigebiet Gemsstock vor Lawinen, Steinschlag und Murgängen schützen. Sie sind Teil von 13 weiteren Pflanzungen im ganzen Kantonsgebiet.

 

Schutzwald fast so alt wie die Schweiz

 

‹Der Schutzwald ist wichtig für Andermatt und das Urserntal. So werden seit Jahrhunderten Risiken der Natur mit natürlichen Methoden verkleinert und erst noch die Landschaft verschönert. Ich begrüsse das Engagement von Helvetia sehr›, sagt darum Samih Sawiris.

 

Schutzwald hat im Urnerland eine lange Tradition. Schon 1397 wurde der Gurschenwald mit einem Bannbrief geschützt. Noch zehn Jahre älter und damit fast so alt wie die Schweiz ist jener zum Bannwald von Altdorf. Laut Kanton haben fast 60% des Waldes eine Schutzfunktion, gemäss Erhebung des Bundes sind es gar 68%. Kein anderer Kanton nördlich der Alpen hat damit einen so hohen Anteil an Schutzwald.

 

Stürme, Felsstürze, Lawinen, Hochwasser und Murgänge setzen dem Wald jedoch permanent zu. Kantonsforstmeister Beat Annen betont darum: ‹Nur ein standortgerechter, vitaler und gepflegter Schutzwald erbringt Wirkung gegen Naturgefahren.› Nebst der Beseitigung von Schäden durch Lawinen wie 2002 im Brunnital oder anderen Ereignissen und der gezielten Ausforstung braucht es immer wieder Neupflanzungen.

 

Mit gutem Beispiel voran

 

Zum Auftakt der von Helvetia unterstützten Pflanzungen setzte Beat Annen die ersten Bäumchen gleich selbst in den Boden des Gurschenwalds. Unterstützt wurde er dabei von den beiden Helvetia-Schutzwaldbotschaftern, Langlauf-Champion Dario Cologna sowie Moderatorin und Unternehmerin LizAn Kuster.

 

Auch Franz Xaver Simmen, CEO von Andermatt Swiss Alps, Regierungsrat Dimitri Moretti, Hans Regli, Talammann der Kooperation Urseren, Ralph Honegger, Leiter Anlagen und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia sowie Kurt Baumann, Hauptagent von Helvetia in Uri, und André Wigger, Generalagent Helvetia Schwyz-Uri, pflanzten ihre ersten Bäume im Urner Schutzwald.

 

Nutzen für kommende Generationen

 

Schutzwälder intakt zu halten erfordert einen weiten Zeithorizont. 20 Jahre braucht ein Baum, bis er seine volle Schutzwirkung entfalten kann. Diese hält dann jedoch gut und gerne 200 Jahre an. Von den Pflanzungen heute werden also hauptsächlich erst die kommenden Generationen profitieren können.

 

Dennoch besteht für Regierungsrat Dimitri Moretti am Nutzen und an der Notwendigkeit kein Zweifel. Insbesondere auch aus wirtschaftlicher Sicht. ‹Schutzwaldmassnahmen sind zehn- bis 25-mal kostengünstiger als technische Massnahmen wie Lawinenverbauungen oder Steinschlagschutznetze›, stellt der Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Uri fest.

 

Mehr Schutz bedeutet weniger Schäden

 

Nicht zuletzt profitiert auch Helvetia Versicherungen unmittelbar von der Waldpflege durch die Forstleute. ‹Sie bewahren damit die Menschen weit über den Kanton Uri hinaus vor Schäden durch Naturgefahren und ihren Auswirkungen›, erklärt Ralph Honegger, Leiter Anlagen und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia.

 

Für Helvetia ist die Schenkung von 10000 Bäumen an den Kanton Uri keine Einzelaktion, sondern die Fortsetzung eines kontinuierlichen Engagements. In den letzten sechs Jahren hat das traditionsreiche Versicherungsunternehmen in zwölf Projekten in der Schweiz über 120000 Bäume gespendet und damit einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigen, langfristig ausgerichteten Schadenprävention geleistet.

 

Für zehn Franken ein eigener Baum

 

Über die Landesgrenze hinaus wurden bisher zehn weitere Schutzwaldprojekte im Alpenraum unterstützt. Zudem fördert Helvetia seit 2015 als Partner der Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine mit dem Alpinen Schutzwaldpreis beispielhafte Projekte zur Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum.

 

Wer das Aufforsten des Schutzwaldes unterstützen will, kann für zehn Franken bei Helvetia einen Baumpass kaufen. Für jeden Pass wird ein zusätzlicher Baum in einem der unterstützten Gebiete auf einer speziell gekennzeichneten Parzelle gepflanzt. Informationen dazu und zum Schutzwaldengagement von Helvetia sind online verfügbar.

 


Link www.helvetia.com/schutzwald