Waldweg im Freilichtmuseum Ballenberg

Besucherinnen und Besucher des Freilichtmuseums Ballenberg können auf einem neuen Waldweg viele Informationen und spannende Hintergrundgeschichten über 23 Baum- und Straucharten entdecken.

 

 

Waldweg-Erlebnis: Beispiel Buche
Oben: An der Vertiefungsstation ‹Buche› lässt sich ertasten, wie es sich anfühlte, auf einem mit Buchenlaub gefüllten Kissen zu schlafen. Unten: Buchenlaubsammeln, Flums SG, zwischen 1920 und 1930.
Bilder Freilichtmuseum Ballenberg (oben) | Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (unten) 

 

 

Der Wald war über viele Jahrhunderte für den Alltag der Menschen unverzichtbar. ‹Wie in einem Gemischtwarenladen besorgte man sich im Wald Baustoffe für Haus und Hof, Futter für Tiere oder verschiedenste Nahrungsmittel wie Beeren und Nüsse›, sagt Sandra Limacher, Präsidentin des Fördervereins Forstmuseum Ballenberg (FFMB).

 

Die offizielle Eröffnung des Waldweges fand im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums des FFMB im Juni statt. Mit dabei waren zahlreiche Gäste und Mitglieder des Vereins, die dem Referat von Peter Bretscher, Volkskundler und Kurator am Historischen Museum Thurgau, zum Thema ‹Von Bäumen, Holz und anderen Waldprodukten› folgten. Offiziell eröffnet wurde der Waldweg dann von Josef Hess, Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt (seit 1. Juli Regierungsrat des Kantons Obwalden), Peter Kohler, Betriebsdirektor Freilichtmuseum Ballenberg, und Sandra Limacher, Präsidentin FFMB.

 

Von Bäumen und Sträuchern, Handwerk und Brauchtum

 

Initiiert und umgesetzt wurde der Waldweg durch den FFMB. Der auf rund 900 m Länge angelegte Rundweg liefert spannende Inhalte rund um den Wald, Bäume, Sträucher, Handwerk und Brauchtum. Dabei ergeben sich spannende Verknüpfungen zwischen dem Waldweg und anderen Teilen des Freilichtmuseums wie etwa dem traditionellen Handwerk, Ausstellungsobjekten, traditionellen Nutzungsformen und Geschichten der Häuser.

 

23 Baum- und Straucharten sind attraktiv beschrieben. Davon werden 19 Arten auf identisch gegliederten Stelen mit Informationen, einem historischen Bild, einer Zeichnung des Zweiges sowie gehobeltem Holz der Baum- bzw. Strauchart vorgelegt. Die vier Baumarten Fichte, Eiche, Buche und Linde werden an Vertiefungsstationen gezeigt: An diesen Stellen werden noch mehr Inhalte zur Baumart vermittelt sowie Originalgegenstände in Vitrinen aufgezeigt. Dazu treten Elemente, die zum Mitmachen animieren.

 


Link www.ballenberg.ch